Mensagem do Presidente DE


Botschaft des Präsidenten des Aufsichtsrates



Das Geschäftsjahr 2018 wurde von diversen Faktoren beeinflusst, die die Leistung der Finanzmärkte deutlich beeinträchtigten

An erster Stelle seien der Makroökonomische Kontext und die Märkte zu nennen, welche stark von den kommerziellen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und China eingeschränkt wurden und welche wiederum schwerwiegende Unsicherheit hinsichtlich des zukünftigen Wachstums des Welthandels mit sich brachte. Andererseits verstärkten sich in Europa die Zweifel über den ermüdenden Vorgang des Brexit, aber auch hinsichtlich der Positionierung der neuen italienischen Regierung gegenüber Europas, aber auch über die Nachhaltigkeit der Staatshaushalte.

Schließlich nahm auch die Unsicherheit hinsichtlich der Konsequenzen des Normalisierungsprozesses der Währungspolitik der Hauptzentralbanken, insbesondere des amerikanischen Zentralbankensystems (Fed), aber auch der europäischen Zentralbanken zu (BCE).

Das Zusammenspiel der genannten Faktoren beschwor in der Weltwirtschaft Rezessionsängste herauf und endete in einem sehr negativen Jahr für die Finanzmärkte, insbesondere für die Aktien, welche das eindeutig schlechteste Jahr seit der Krise 2008 aufwiesen. Jedoch konnte die Weltwirtschaft 2018 ein Wachstum von 3.7% verzeichnen, welches sich aber auf enorme Unterschiede unter den einzelnen Wirtschaftsräumen stützt. Das größte Wachstum verzeichnet wohl die USA, die unter den Fördermaßnahmen für Unternehmen der Trump-Regierung am meisten hervorzuheben sind.

Trotz des negativen Kontextes, den das Jahr 2018 zu verzeichnen hat, und den ungünstigen Konsequenzen für die Finanzmärkte, erweisen sich die Perspektiven für 2019 relativ positiv sowohl auf makroökonomischem Terrain als auch bei den Finanzmärkten. In der Tat könnten die weniger günstigen Erwartungen für das Weltwirtschaftswachstum durch ein moderateres Handeln des Fed oder der BCE hinsichtlich einer Normalisierung der Zinssätze ausgeglichen werden. Jedoch ist es eindeutig, dass die Leistungsfähigkeit der Weltwirtschaft und die der Märkte hauptsächlich von der Entwicklung der Handelsspannungen und des Brexit-Verfahrens, welches letztlich ein akkommodierendes Verhalten der Währungsinstanzen auf globaler Ebene in Anspruch nehmen könnte, bestimmt wird.

Die portugiesische Wirtschaft ist 2018 wiederum um 2.1% gewachsen, ein Wert, der unter dem des Vorjahres lag und das Abbremsen der europäischen Wirtschaft im gleichen Zeitraum widerspiegelt. Jedoch ist die Konsolidierung des Staatshaushaltes hervorzuheben. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die Zinsen der Staatsschulden praktisch nicht unter der starken Marktspannung, so wie im Fall der italienischen Staatsschulden, litten.

Trotz der Verschlechterung, sowohl der aufgezeigten Indikatoren als auch des Vertrauens, werden die Perspektiven für die portugiesische Wirtschaft im Jahr 2019 von externen Umständen, wie der Verlauf des Brexits, der Ausgang der Europawahlen, von der Entwicklung des Welthandels und insbesondere der europäischen Wirtschaft, beeinflusst.

Der Banksektor behielt jedoch eine fast anämische Entwicklung hinsichtlich der Unternehmenskredite bei, die sich auch 2018 als rückläufig erwiesen, wohingegen der Verbraucherkredit wiederum einen beachtlichen Wachstumsrhythmus vorzeigen konnte. Das Jahr war außerdem von kontinuierlichen Anstrengungen hinsichtlich einer Bilanzreinigung der Finanzinstitutionen gekennzeichnet, die erhebliche Verkaufswerte uneinbringlicher Kredite, aber auch Aufstockungen bei Wertminderung und Veräußerungen von Immobilien aus eigenem Portfolio umfasste. Im Allgemeinen konnte der Bankensektor seine Rentabilität verbessern und somit eine Perspektive für einen Austritt aus dem Zyklus der groß angelegten Restrukturierung schaffen, die hauptsächlich von Kürzungen im Personalwesen, Filialschließungen und Aufstockungen durch Wertminderung gekennzeichnet war. Die größte Herausforderung für diesen Sektor ergibt sich derzeit aus der Implementierung neuer Strategiemodelle, die sich durch die Digitalisierung auszeichnen, entstehend aus einer gegenwärtigen technologischen Entwicklung, welche wiederum zu neuen Beziehungsmodellen mit dem Kunden führen, aber auch zu neuen Kooperationsmodellen unter den eigentlichen Finanzinstitutionen sowie zu sogenannten fintechs.

Im Jahr 2018 registrierte die Bank seinerseits einen entscheidenden Verlust, welcher verschiedenen Faktoren zugeschrieben werden kann:

• Die Finanzmarge verzeichnete eine Reduktion, hauptsächlich entstanden aus einem Zuwachs der mittleren Bankeinlagen hinsichtlich des Vorjahres;
• Verluste von Aktiva, welche aus dem extrem negativen Jahr der Finanzmärkte hervorgingen;
• Steigerung der allgemeinen Ausgaben sowie der Verwaltungskosten, welche aus der Reorganisierung und der Erhöhung der juristischen Dienstleistungen resultieren, aber auch aus Unternehmensberatungen und Auditorien;
• Aufstockungen durch Wertminderung bei Verbraucherkrediten, sowohl resultierend aus der Bemühung das Portfolio zu optimieren als auch die nicht produzierenden Vermögenswerte zu reduzieren;
• Teilreversion der Vermögenswerte hinsichtlich latenter Steuern aus früheren Geschäftsjahren.

Das Geschäftsjahr wurde von verschiedenen Festigungsmaßnahmen auf dem Handels-, Kapital- und Finanzsektor des Instituts gekennzeichnet. In diesem Rahmen ist es wichtig zwei Momente eines Kapitalzuwachses (Gesamtsumme von 15.5 Millionen Euro), eine Wertminderungssteigerung, aber auch eine Reduzierung der nicht produzierenden Vermögenswerte, eine Strategierevision, eine Stärkung des internen Kontrollsystems, eine Organisationsrestrukturierung, eine beachtliche Investition in Technologie und einen Personalaufbau hervorzuheben.


2019 wird für die Bank Banco Português de Gestão ein sehr wichtiges Jahr, da eine tiefgreifende Geschäftswandlung bevorsteht. Diese Veränderung wird sich auf 4 Schwerpunkte konzentrieren:

• Ein ausgeglichenes und ausgewogenes Wachstum zwischen direktem Inlandskredit, Drittkrediten auf nationalen und internationalen Märkten, den Finanzdienstleistungen und dem Portfolio der Finanzaktiva;
• Eine adäquate Stärkung der eigenen Fonds, welche dem Strategieplan 2019-2021 entsprechen; ergänzend soll die Beschaffung verschiedener Fonds erhalten werden;
• Eine graduale Implementierung eines neuen Modells hinsichtlich der Beziehungen zum Kunden, welche im Rahmen der Einführung einer neuen Bankplattform online/mobil stattfinden soll, die den Geschäftsbeziehungen neue Kommunikationskanäle zur Verfügung stellen soll;
• Eine Stärkung sowohl der Governace-Modelle als auch der internen Kontrollsysteme, die eine Stärkung der technologischen Abteilungen und Investitionen vorsieht.

Die Bank Banco Português de Gestão sieht den technologischen Durchschlag als eine Herausforderung für kleinere Banken, auf diesem Weg innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln und kommerzialisieren zu können, um Kunden, die ihre Bedürfnisse im aktuellen Banksystem nicht vollkommen befriedigt sehen, an sich zu binden.

Uns ist bewusst, dass das Personal bei einer solchen Implementierung ausschlaggebend ist und, aus diesem Grund setzen wir auf das Wachstum und auf die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter.

Unseren Aktionären, Kunden und Sozialpartnern, hauptsächlich den Kooperativen, gemeinnützigen Vereinen, christlichen Vereinigungen, den Stiftungen und den privaten Solidarpartnern, die bei ihren Aktivitäten gemeinnützige Ziele verfolgen, wollen wir zeigen, dass wir uns weiterhin sowohl um finanzielle Lösungen sorgen, die alle einbeziehen, als auch die Beziehungen von fast zwei Dekaden aufrechterhalten wollen.

Daher wird die Bank Banco Português de Gestão auch im Jahr 2019 ihren Verpflichtungen bei Kunden, Aktionären und den restlichen stakeholders bestmöglich nachkommen.

Schließlich möchte ich mich bei allen Mitarbeitern für ihre Mühe und Arbeit bedanken, aber auch bei den Vorgesetzten, den Regulierungsbehörden und Partnern, die begleiten und uns helfen, uns zu verbessern.

Der Präsident des Aufsichtsrates

Carlos Augusto Pulido Valente Monjardino